Die 10 häufigsten Fehler beim Filmen von Familien.

Und wie du sie vermeidest (inkl. Tipps, was du besser machen kannst).

Inhaltsverzeichnis

Immer wieder sehe ich typische Fehler, die Fotograf*innen machen, wenn sie mit dem Filmen starten wollen. In diesem Blogartikel erläutere ich dir die 10 häufigsten Fehler, damit du direkt darauf achten kannst.

Bitte beachte: Manche Punkte sind Geschmackssache und können auch bewusst im Film „gebrochen“ werden, wenn dieser einen bestimmten künstlerischen Stil haben soll.

Fehler Nr. 1: Nur auf Augenhöhe filmen.

Es ist nicht nur die bequemste und knieschonendste Haltung, in der du filmen kannst, sondern auch die langweiligste.

Natürlich gibt es viele Situationen, in denen es Sinn macht, allerdings machen verschiedene Perspektiven jeden Film viel spannender. Trau dich, auch mal auf Kinderhöhe zu gehen oder aus der Vogelperspektive zu filmen.

Fehler Nr. 2: Zu viel Zoomen während der Aufnahme.

Wenn du mal ältere private Filme gesehen hast, die analog aufgenommen wurden, dann weißt du direkt was ich meine. Es kann ein besonderes Stilmittel sein, für mich persönlich ist es allerdings ein No-Go während einer Filmszene zu zoomen. Es sieht schlicht unprofessionell und oft gewollt aber nicht gekonnt aus. 
Passiert mir übrigens nie, da ich fast ausschließlich mit Festbrennweiten arbeite. 😉

Fehler Nr. 3: Zu viel dazwischen quatschen.

Wenn du den Originalton bei einer Familie genauso wichtig findest wie ich, dann quatsche nicht ständig mit der Familie. Ich weiß, das fällt manchmal schwer, vor allem wenn man die Familie gut kennt. Wenn deine eigene Stimme aber zu oft im Film zu hören ist, kannst du diese Szenen oft nicht mit Originalton verwenden.

Solltest du deine eigene Familie filmen, ist das natürlich etwas anderes. Da darf deine eigene Stimme sogar gern zu hören sein. 😉

Fehler Nr. 4: Hintergrundgeräusche zu laut.

Vor allem, wenn du anfangs noch kein externes Mikrofon hast, solltest du besonders darauf achten, dass nicht zu viele Hintergrundgeräusche zu hören sind. Wenn zum Beispiel bei einer Familie das Radio im Hintergrund läuft und du aber gerade die Babygeräusche vom Neuankömmling aufnehmen möchtest, kann das später im Film sehr störend sein. Nachbearbeiten ist hier leider kaum möglich und die Tonaufnahme ist in dem Clip unbrauchbar.

Fehler Nr. 5: Zu viele gleiche Szenen hintereinander.

Viele, die anfangen zu filmen, können sich schlecht von ihren Clips trennen. Dabei heißt es im Film so wie in der Fotografie: „Kill your Darlings“.

 

Lösche Szenen, die doppelt oder dreifach sind oder deren Perspektive zu ähnlich ist, da sonst der Film am Ende zu langweilig wird und es zu viele Wiederholungen gibt.

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Fehler Nr. 6: Keine B-Roll-Aufnahmen für den Schnitt einplanen.

Einer der häufigsten Fehler, die viele anfangs machen: Sie vergessen die B-Roll Aufnahmen und filmen nur das „Offensichtlichste“. Dabei sind diese Aufnahmen später im Schnitt von enormer Bedeutung und machen den Film durch die visuelle Abwechslung sehr viel interessanter.

 

Denk daran: Details wie kleine Hände, die etwas greifen, die Füße beim Laufen oder ein Blick durchs Fenster – all das sind wertvolle B-Roll-Momente.

Fehler Nr. 7: Die Kamera ständig schwenken.

Viele Anfängerinnen denken, sie müssten die Kamera ständig schwenken, weil sie das bei vielen Videografinnen sehen. Sie schwenken vor und zurück, hin und her, hoch und wieder runter und vergessen dabei jedoch, einfach mal innezuhalten, die Kamera ruhig zu halten und das Leben der Familie aufzunehmen, ohne dass sich die Kamera ständig bewegt. Abwechslung ist hier wieder das Schlüsselwort.

Fehler Nr. 8: Nur in Slow-Motion schneiden.

Dieser Punkt ist eigentlich kein typischer Fehler, aber für mich oft ein Indiz dafür, dass man sich noch nicht so wirklich mit dem Originalton beschäftigt hat oder beim Filmen zu wenig auf den Ton geachtet hat. Wenn ein Familienfilm jedoch fast ausschließlich in Slow Motion gefilmt und geschnitten wird, wirkt dieser recht langatmig und könnte schnell in Vergessenheit geraten.

 

Der Originalton – das Lachen, die Stimmen, die Alltagsgeräusche – macht einen Familienfilm erst wirklich lebendig.

Fehler Nr. 9: Immer nur die Kinder filmen und die Eltern vergessen.

Kinder zu fotografieren und zu filmen ist viel einfacher, ich weiß. Doch wir dürfen die Eltern nicht vergessen. 😉 Und wenn du Filme für deine eigene Familie erstellst, darfst du natürlich DICH SELBST nicht vergessen.

 

Denn wir erstellen diese Filme ja nicht nur für die Eltern, sondern sie sollen später auch eine tolle Erinnerung für die Kinder sein. Kinder möchten sich an ihre Eltern erinnern – wie sie aussahen, wie sie lachten, wie sie mit ihnen gespielt haben.

Fehler Nr. 10: Nur "perfekte" Momente filmen statt die authentischen.

Ich sehe immer wieder, wenn Fotograf*innen, die sonst nur Lifestyle- oder Studioaufnahmen von Familien machen, diese Familien dann filmen, dass es oft nur die perfekten Szenen sind. Die Szenen, auf denen die Familie zusammen friedlich über die Wiese hüpft und sich anlacht oder die Eltern ihre Kinder in die Luft werfen.

Ich möchte hier kein Genre abwerten, doch das ist meiner Meinung nach nicht der Grund, warum wir Familienfilme erstellen sollten.

Es geht auch um die authentischen Momente, die zu Hause passieren. Das morgendliche Augenreiben und zu Mama ins Bett kuscheln, das Werfen vom aufgeweichten, angesabberten Brötchen beim Frühstück oder das Trösten, nachdem das Kind hingefallen ist und bitterlich weint.

Denn das sind die Momente, an die sich die Kinder erinnern wollen.

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Den blödesten Fehler, den ich beim Filmen gemacht habe:

 

Ich hoffe, dir haben die obigen Fehler alle geholfen und du weißt nun, worauf du beim Filmen achten kannst. Ich möchte dir nun von einem wirklich blöden Fehler erzählen, der mir am Anfang meiner Selbstständigkeit, 2018, passiert ist:

Ich war als Fotografin für eine Hochzeitsreportage einer freien Trauung gebucht und stand schon gemeinsam mit dem Bräutigam bei der Rednerin vorne. Wir warteten gemeinsam auf die Braut und ich wollte den Moment filmen, in dem sie mit ihrem Papa den Mittelgang entlang schreitet.

Der Augenblick nahte und sie kam um die Ecke gebogen. Alle Gäste standen auf und ich machte ein paar Schritte nach vorne, um noch etwas näher ranzukommen.

Die ersten Sekunden wollte ich filmen und ab der Mitte des Ganges wollte ich fotografieren, damit ich beides im Kasten habe. Als sie in der Mitte ankam, drückte ich den Filmknopf nochmal, um die Aufnahme zu beenden, damit ich direkt ein Foto machen konnte. Doch da passierte es: Sie endete nicht, die Aufnahme ging gerade erst los. Das bedeutete, ich habe den Einzug gar nicht gefilmt. Ich beendete sofort die Aufnahme, da ich ja sonst gar kein Foto gehabt hätte, und dafür war ich ja in erster Linie gebucht.

Nach der Hochzeit habe ich die Situation nochmal Revue passieren lassen und mir wurde bewusst, dass ich den Knopf anscheinend nicht richtig getroffen hatte.

Ich habe sehr kleine Hände und habe schon öfter gemerkt, dass der Knopf für die spontane Videoaufnahme recht „weit weg“ ist, wenn ich die Kamera in der Hand halte. Ich bin wahrscheinlich in der Hektik und Aufregung nicht richtig an den Aufnahmeknopf gekommen und habe deshalb die Aufnahme verpasst.

Meine Lösung: Ich habe die Tastenbelegung für die Videoaufnahme in meiner Kamera so umgeändert, dass die Taste der Videoaufnahme schnell zu erreichen ist.

Seitdem passiert mir das nicht mehr. Und zum Glück hat es niemand gemerkt, da das Video eh nur eine Überraschung sein sollte und auch kein Foto später gefehlt hat.

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